19. 04. 2013   Aprilbock  
       

Aprilbock 2013.

Im Revier, das wir über zehn Jahre lang als Pächter bejagt haben, gibt es nur mehr begleitete Einzelabschüsse.

U. a. kostet eine Stunde Pirschfahrt 50 Euro. Die Zeit, die der Berufsjäger mit einem verbringt, wird ebenfalls gesondert verrechnet.

Der Berufsjäger fährt zunächst eine Stunde mit allen, die so jagen wollen, durchs Revier, klar. Bin froh, ausgestiegen zu sein.

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Der Fuchs, der kurz bei der Kirrung verweilt hat, quert die Wiese und strebt dem nächsten Feldgehölz zu. Ich habe nicht auf ihn angelegt, weil ich auf einen anderen Anblick hoffe.

Ein Jahrling im Bast passt auch nicht in mein Beuteschema. Ich bin auf einen Bock aus, nicht auf einen Hegeabschuss. In Ungarn sind Böcke jeden Alters ab dem 15. April schussbar.

Es dämmert. Ich überlege, ob ich morgen früh wieder hierher oder zum Kaiser-Sitz... Da! Wie hingezaubert steht der Bock auf rund 100 Meter am Waldrand und knabbert an einem Strauch.

Die Silhouette eines Jahrlings ist das nicht. Kurze, gedrungene Krone... nicht mehr im Bast, sagt mir der Blick durch das Glas.

Ich lege an, spanne, steche ein. Der Bock zeigt mir den Spiegel... jetzt steht er diagonal... spitz... spitz... noch immer spitz... diagonal... er wendet sich wieder zum Strauch... will er zurück ins Holz?... ich komme nicht mehr zu Schuss... nein, er steht breit... jetzt!

Am Anschuss liegt er nicht. Auch nicht im Gesträuch dahinter. Schweiß kann ich ohne Lampe nicht mehr erkennen.

Ich folge dem nächstliegenden Wechsel bis zum Bachbett. Kein Bock. Zurück. Auch auf zwei weiteren Pfaden kein Erfolg.

Habe ich gefehlt?

Ich zwänge mich auf einem vierten Wechsel etwa zwanzig Meter durchs Gebüsch. Da leuchtet die helle Bauchdecke des Bocks unter einem dornigen Strauch.

 

Horrido!