4. Mai 2007

Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mir zum runden Geburtstag im Vorjahr einen Erlebnistag geschenkt: "Schwertschmieden".

Das war liebenswert und klang interessant. Aber was sollte ich mit einem Schwert? Nach einem klärenden Telefonat mit dem Schmiedemeister habe ich diesen Gutschein heuer am 24. März eingelöst.

Unter Anleitung von Johann Schmidberger habe ich mir in seiner Schwert- und Harnischschmiede in Molln ein Gerät geschmiedet, das ein Jäger hin und wieder braucht:

Einen Standhauer.

Aus einem flachen Block Vergütungsstahl mit dem Hammer auf dem Amboss geformt und am Bandschleifer geschliffen. Gerhärtet hat das Stück der Schmied, die Griffschalen aus Hirschhorn und die Parierstange hat auch der Meister montiert.

Die Klinge ist 295 mm lang und 35 bis 70 mm breit. Der Klingenrücken ist 5 mm stark. Die Gesamtlänge beträgt 428mm, das Gewicht 638 Gramm. Ich habe die Klinge einseitig geschärft mit einem Kombinationsschleifstein von Tyrolit.

Im Design gleicht das Ding eher einer asiatischen Machete, nur das Hirschhorn und die Parierstange sehen europäisch aus. Auch die Klinge ist länger als die des treudeutschen "Waidblatts nach Frevert".

Im Probebetrieb im Garten erweist sich die Klinge als schnittig und schnitthaltig. Nachteilig bemerkbar bei längerem Gebrauch ist, dass wir im Griff keine Öffnung für eine Lederschlaufe vorgesehen haben, die haltende Hand zu unterstützen.

Mal sehen, wie sich das Stück im ungarischen Unterholz bewährt.


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